Möwen

Seit der Schließung sämtlicher offener Mülldeponien vor einigen Jahren ist es für echte Möwenliebhaber deutlich schwerer geworden, ihrer für den Laien oft etwas befremdlichen Leidenschaft nachzugehen. Eine lohnende Alternative können heutzutage Kompostieranlagen sein, so auch jene in Dehnhöft in der Nähe von Kiel. Von dort suchen die Vögel regelmäßig ein kleines Flachgewässer einer Renaturierungsfläche im nahegelegenen Stodthagen auf, wo sie sich ausgiebig bei der Rast und der Gefiederpflege beobachten lassen. Das Spannende an größeren Möwenansammlungen ist, dass eigentlich immer irgendwelche interessanten Vögel dabei sind. Schwierig wird’s dann oft mit der korrekten Bestimmung.

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Weißwangengänse in den Startlöchern und weitere bemerkenswerte Beobachtungen

Die Weißwangengänse (Branta leucopsis) bilden an der Nordseeküste nun wieder beeindruckende Trupps von vielen tausend Individuen, bevor sie in den nächsten Wochen die Reise in ihre nördlichen Brutgebiete antreten werden. Die von mir fotografierten Vögel waren vom deutsch-dänischen Grenzdamm aus auf dänischer Seite im Margrethe Koog zu bewundern. Weiterhin habe ich unter “Bemerkenswertes” binnenländische Kurzschnabelgänse und eine leuzistische Silbermöwe ergänzt.

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Gänse-Potpourri

Vier verschiedene Wildgansarten, Farbabweichungen, Hybriden und Gefangenschafts-flüchtlinge. Immer wieder erstaunlich, was man alles Bemerkenswertes findet, wenn man Gänsetrupps etwas genauer unter die Lupe nimmt.

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Zwerg- und Singschwäne im Schlamm

An Weihnachten rastete in der Lewitz ein gemischter Trupp aus Zwerg- und Singschwänen auf einem abgeernteten, schlammigen Maisacker. Was genau die Vögel dort noch an Nahrung fanden erschloss sich mir nicht. Allerdings hatten einzelne Schwäne vom Schlabbern im schwarzen Boden einen derart dunklen Schnabel, dass ich im ersten Moment dachte, es eventuell mit einem Exemplar des nur extrem selten in Europa erscheinenden nordamerikanischen Verwandten des Zwergschwans, dem Pfeifschwan, zu tun zu haben.


Weitere Bilder in der Galerie

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Helgoland im Oktober

Bei meinem diesjährigen Herbsturlaub auf Helgoland war ich so sehr mit dem Beobachten und Auffinden von Vögeln beschäftigt, dass das Fotografieren etwas kurz kam. So sind neben den wenigen Fotos, die ich in der Galerie zeige, fast ebenso viele in der Rubrik “Bemerkenswertes” untergebracht, da es oft nur für das Erstellen von Belegen gereicht hat. Highlights gab es viele, neben einigen seltenen Laubsängern und anderen Raritäten auch mehrere Arten, die wie die Sumpfohreule ungewohnt zahlreich auftraten…

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Karpfen satt für Silberreiher & Co.

Wenn ab Ende September die Fischteiche in der Lewitz abgelassen werden, beginnt hier auch ornithologisch eine besonders spannende Zeit. In den flachen Teichen und übrig gebliebenen Tümpeln gibt es für Seeadler, Silber- und Graureiher Karpfen satt, während zahlreiche Limikolen und Enten auf den Schlammflächen und in seichten Pfützen Nahrung im Überfluss finden. Parallel treffen die arktischen Gänse in der Region ein und bilden spektakuläre Ansammlungen von vielen tausend Individuen.

Leider lässt die Öffentlichkeitsarbeit für das Naturschutzgebiet „Fischteiche in der Lewitz“ sehr zu wünschen übrig. Der Großteil der Teiche ist nicht für die Öffentlichkeit einsehbar und schon gar nicht zugänglich. Es wird hier der Eindruck erweckt, dass nicht Naturschutzziele, sondern eher die Interessen der Teichwirte im Vordergrund stehen, die offensichtlich um jeden Preis verhindern wollen, dass man ihnen auf die Finger schaut – fragt man sich nur warum?
Es wäre ein Leichtes, hier ein sinnvolles Besucherleitsystem mit mehreren Aussichtpunkten zu errichten, von denen störungsfreies Beobachten möglich ist. Ornithologen könnten interessante und wichtige avifaunistische Daten sammeln und naturinteressierte Einheimische und insbesondere Touristen bekämen einen Einblick in das Herzstück der Lewitz. Nur so kann Interesse für den Naturschutz im Allgemeinen und Verständnis für die Schutzwürdigkeit dieses einzigartigen Gebietes geweckt werden. Gleichzeitig würden unter den Augen der Beobachter potentielle Fischdiebe von den Teichen ferngehalten und die Fischer und Jäger könnten beweisen, dass es bei den wohl manchmal notwendigen Vergrämungsmaßnahmen mit rechten Dingen zugeht. Dass zahlreich aufgestellte Verbotsschilder in der Regel eher Neugierde wecken und das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich bezwecken sollen, ist eigentlich hinlänglich bekannt.
Alles in Allem würden der Naturschutz, die Fischer und der Tourismus in der Region von einer teilweisen Öffnung des Gebietes profitieren. Warum sollte in Mecklenburg-Vorpommern nicht möglich sein, was überall auf der Welt sehr erfolgreich funktioniert? Man denke nur an die Fischteiche im Nationalpark Hortobágy in Ungarn oder diverse Naturschutzgebiete an der deutschen Nord- und Ostsee mit intelligentem Besuchermanagement.

Mit ein paar Lewitz-Impressionen zurück zu den erfreulicheren Dingen.

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“Bemerkenswertes”

…so heisst eine neue Rubrik auf meiner Seite, unter der ich Fotos zeige, die nicht unbedingt besonders schön sind, aber eben bemerkenswerte Beobachtungen dokumentieren. Kommentare zu den gezeigten Bildern sind hier besonders willkommen.

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